8. Patentforum - "Von der Satellitenbeobachtung zur Patentbeobachtung"

 

Dieser spannende Nachmittag wurde eingeleitet von Herrn Dr. Hannes Griebel, der den fast 50 Teilnehmern die Arbeit des europäischen Satellitenkontrollzentrums anschaulich darlegte. Aufbauend auf eine kurze Vorstellung von ESA und ESOC, sowie einem Einblick in europäische Weltraummissionen erlaubte seine Darstellung der Mission Mars-Express den Zuhörern einen speziellen Einblick in die komplexe Beobachtung und Erforschung des Planeten Mars. Hierbei wurde auch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen ESA-Spezialisten deutlich und die hohe Präzision sowie langfristige Planung der Weltraum-projekte dargelegt. Während der anschließenden Führung konnten u.a. der Hauptkontroll-raum, einige Missionskontrollräume, ein Satellitenmodell und beeindruckende Satellitenfotos begutachtet, oder kurze Einblicke in die Arbeitsumgebung gesammelt werden.

Der Brückenschlag zur Patentbeobachtung fiel dann recht leicht, denn die Kontrolle und Steuerung der Raumfahrzeuge erinnert an die Absicherung von Neuentwicklungen durch Patente und die notwendige Überwachung zur Aufrechterhaltung der Rechte. Die Navigation und Orientierung der Satelliten muss genauestens geplant werden, was im Patentbereich einer guten Patentstrategie und der Aufstellung von Patentportfolios gleichkommt. Weiterhin ist die Kommunikation mit den Bodenstationen evident – ebenso wie die Kommunikation zwischen Forschern und Entwicklern mit den Patentbeauftragten und der Geschäftsleitung. Und letztendlich spielt die weltweite Verflechtung in beiden Bereichen eine weitere wichtige Rolle.

Dass diese Prozesse irgendwo Ihren Anfang nehmen und auch für Weiterentwicklungen in anderen Technikgebieten wichtig sein können machte Herr Tim Deimel in seiner Darstellung der Aktivitäten der cesah GmbH deutlich. Das Centrum für Satellitennavigation Hessen fördert und unterstützt im Rahmen des ESA-Technologie-Transfer-Programms Gründer, die im Bereich der Positionierung und Satellitennavigation neue Anwendungen generieren. In diesem Zusammenhang werden durch das cesah derzeit nahezu 20 Projekte betreut. Das Spektrum ist hier sehr breit gefächert und reicht von der Überwachung von Baufahrzeugen über die Verbesserung der Sicherheit von Kreditkartenzahlungen bis hin zu Autopiloten für kamerabestückte Modellflugzeuge, die für Luftaufnahmen genutzt werden können.

Der anschließende Vortrag von Herrn Nickels (PIZ) beschrieb die vielen Möglichkeiten der systematischen Patentbeobachtung, die von der einfachen Kontrolle einzelner Schutzrechte auf Länderausdehnung oder Einspruchsfristen bis hin zur monatlichen oder wöchentlichen komplexen Marktbeobachtung oder Trenderkennung reicht.

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Die praktische Anwendung mittels DEPAROM zum Aufbau einer Inhouse-Datenbank wurde von Herrn Dieter Blümel (mtc Berlin) vorgeführt. Regelmässige Patentdatenlieferungen können damit zielsicher im Unternehmen gesichtet, recherchiert und ausgewertet werden. Wichtig hierbei ist die einfache Bedienung und der günstige Preis, wodurch dieses System gerade für den Mittelstand attraktiv wird. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem PIZ werden Profilabfragen kompetent erstellt, notwendige Anpassungen vorgenommen und Fragen schnell beantwortet.

 

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